Organisation

Zeiten

Der Tag in der Kinder Akademie Innsbruck beginnt montags bis freitags zwischen 7:30 und 8:00 und endet um 17:00 Uhr. Die Schule soll an mindestens 3 Nachmittagen in der Woche besucht werden. Die Ferienzeiten sind die gleichen wie an den anderen Schulen in Innsbruck.

Kosten

Schulgebühren

370 Euro pro Kind und Monat (12x jährlich)
Der Mittagstisch ist in diesem Preis inkludiert.
Für die Eltern entsteht keine Verpflichtung zur Mithilfe.
Material- und Projektgeld:
ca. 20 Euro im Monat

Eine einmalige Einschreibgebühr in der Höhe des jeweiligen monatlichen Familieneinkommens ist vorgesehen. Dies wird in einem persönlichen Gespräch mit den Eltern geklärt. Bei einem eventuellen Ausscheiden innerhalb des ersten Jahres wird die Einschreibgebühr anteilsmäßig rückerstattet.

Auf Wunsch der Eltern können Schulkosten im Sinne eines Ausgleichs auch erarbeitet werden. Der Kreativität und dem Einfallsreichtum in Bezug auf einen für die Schule sinnvollen Ausgleich sollen dabei auch keine Grenzen gesetzt werden.

 

Aufnahme

Prinzipiell nehmen wir Kinder in unsere Schule auf, von denen wir den Eindruck haben, dass wir ihren Entwicklungsbedürfnissen bestmöglich gerecht werden und deren Eltern unsere Arbeit wünschen.

Für die Aufnahme gilt folgender Ablauf:

  1. für Informationen: Kontaktaufnahme mit der Schule
  2. Anmeldung zur Infoveranstaltung
  3. Infoveranstaltung (wenn möglich beide Eltern)
  4. Besuch des Kindes in der Kinderakademie für einen Vormittag zum gegenseitigen Kennenlernen
  5. Bestätigung der Schule über die Bereitschaft zur Aufnahme des Kindes
  6. Elterngespräch (wenn möglich beide Eltern): Elternvertrag, Finanzen, Schulorganisation, usw.
  7. Der Schulplatz gilt als gesichert nach Einzahlung der Einschreibgebühr

Schulorganisation

Verantwortungsstruktur

Eine Schule muss auch darin Vorbild sein, dass sie selbst mit dem gleichen Ernst lernt und an sich arbeitet, wie sie es den Kindern zu vermitteln beabsichtigt. Sie muss sich einerseits ständig selbst weiterentwickeln und sich andererseits dabei zugleich treu bleiben. Ihre Arbeit ist nie „fertig”, weil sie auf sich wandelnde Bedingungen und Anforderungen jeweils neu antworten muss.

Ihre Qualität zeigt sich daran, was sie tut, um solche Antworten zu finden. Dazu sind zwei Dinge wichtig: Der Freiraum, neue Sachen ausprobieren zu können und die Verantwortung für das eigene Tun zu übernehmen. Hinzu kommen noch genaue Beobachtung, Reflexion, Kritik - Fähigkeit, Kommunikation und Umsetzung der erworbenen Erkenntnisse.

An der Kinder Akademie soll Demokratie gelebt werden. Um einen lebendigen Prozess zu ermöglichen, ist eine Verantwortungs-struktur notwendig. Wichtig dabei ist, dass niemand in seiner Arbeit behindert wird, aber jede(r) Rechenschaft über ihr/sein Handeln ablegen muss:

  • Vereins-Vorstand
  • Schulleitung
  • LehrerIn
  • GastlehrerIn
  • Eltern
  • Kinder

Eltern

Sie haben keine direkte Entscheidungsgewalt innerhalb der Schule, können aber dem Verein beitreten und somit den Vorstand wählen oder selber in den Vorstand gewählt werden.

Sie haben das Recht, von den Lehrpersonen in Bezug auf jede mit der Schule verknüpfte Situation Aufklärung zu fordern. Wenn die Lehrpersonen dem nicht befriedigend nachkommen, haben die Eltern die Möglichkeit, Aufklärung von der Schulleitung zu fordern. Lehrpersonen wie Schulleitung dürfen diese Aufklärung nur verweigern, wenn dafür fundierte Gründe vorliegen.

In diesem Falle haben die Eltern die Möglichkeit, sich an den Vereinsvorstand zu wenden und überprüfen zu lassen, ob die Lehrperson und/oder die Schulleitung ausreichend aufklären bzw. nachvollziehbare Begründungen für das eigene Tun liefern können.

Lehrpersonen und Betreuer

Innerhalb ihres Arbeitsbereiches sind Lehrpersonen und Betreuer für die Situation der Kinder verantwortlich.

Sie haben die Möglichkeit, die Situation der Kinder innerhalb der Zielsetzung der Schule zu gestalten.

Sie haben auch das Recht, Eltern um Aufklärung zu bitten.

Außer der Schulleitung ist es keiner der oben genannten Gruppen erlaubt, in den Verantwortungsbereich der LehrerInnen oder der BetreuerInnen einzugreifen. Im Falle eines Eingriffes hat die Lehrerperson oder der/die BetreuerIn die Möglichkeit, sich an den Vorstand zu wenden, um überprüfen zu lassen ob der Eingriff berechtigt war. Die Entscheidung des Vorstandes ist bindend.

Gastlehrer

Sie unterstehen der verantwortlichen Lehrperson.

Schulleitung

Sie/Er hat die Möglichkeit, Aufklärung von den Lehrpersonen, Gastlehrern und Eltern zu fordern.

Gleichzeitig muss sie/er auch Rechenschaft ablegen, wenn diese von anderen gefordert wird.

Die Schulleitung hat auch die Möglichkeit, in jede Situation unmittelbar einzugreifen.

Entscheidungen der Schulleitung können nur vom Vereinsvorstand aufgehoben werden.

Der Vereinsvorstand

Er hat keine unmittelbare Entscheidungskraft innerhalb einer Betreuungs- oder Schulsituation.

Zu seinen Aufgaben gehört die Festlegung der pädagogische Zielsetzung und die Finanzplanung des Projektes.

Der Vorstand wählt die Schulleitung und die unterrichtenden Lehrpersonen bzw. externen Experten, so wie der Vorstand wiederum von den Vereinsmitgliedern gewählt wird.

Der Vereinsvorstand kann von den anderen beteiligten Gruppen im Konfliktfall (mangelnde oder unzureichende Rechtfertigung durch andere Gruppe) angerufen werden und muss sich mit den vorgebrachten Situationen befassen. Die in der Folge gefällten Entscheidungen des Vorstandes sind für DirektorIn, LehrerInnen, BetreuerInnen und Eltern bindend.

Kinder

Sie sind die Zielgruppe, ihnen soll diese Verantwortungsstruktur dienen.

Sie haben das Recht, Aufklärung von LehrerInnen und BetreuerInnen zu verlangen – sollte diese nicht befriedigend ausfallen, haben sie die Möglichkeit, sich an den/die DirektorIn zu wenden. Sollte auch das nicht befriedigend sein, haben sie die Möglichkeit, sich schriftlich an den Vorstand zu wenden.

Dessen Entscheidung ist wiederum bindend für die involvierten FunktionsträgerInnen.

Die Kinder haben auch das Recht, ein Gespräch zwischen den Eltern und ihnen im Beisein der Lehrerschaft oder Betreuung bzw. Gespräche zwischen allen beteiligten Gruppen zu veranlassen.

Ansonsten haben sie jederzeit die Möglichkeit, Veränderungen der Schulsituation vorzuschlagen, die nur begründet abgelehnt werden dürfen.

Der Schutz und die Sicherheit, die durch klare Grenzen und Regeln entstehen, sind sehr wichtig für eine entspannte Atmosphäre. Anfangs werden diese Regeln (z.B. Niemand darf verletzt werden, niemand darf bei der Arbeit gestört werden, Verwendetes Material ist nach Gebrauch wieder zu versorgen,...) von den LernbegleiterInnen vorgegeben. Später stehen sie zur Diskussion und können von den Kindern (bzw. Erziehungsberechtigten nach stattgegebenem Antrag an den Vorstand) mit qualifizierter Mehrheit abgeändert werden. Diese Möglichkeiten zum Aushandeln von Regeln und zur Diskussion um Gerechtigkeit und Fairness tragen dazu bei, den Kindern ein Verständnis für Demokratie, Verantwortung, Kommunikationskultur und Ethik zu vermitteln. Sich selbst mitgestaltend zu erleben, macht die eigene Wirksamkeit erlebbar und ist damit eine zutiefst basisdemokratische Erfahrung.