Organisation

Zeiten

Der Tag in der Kinder Akademie Innsbruck beginnt zwischen 7:30 und 8:00 und endet um montags bis donnerstags um 17:00 Uhr, freitags um 13:00.
Die Schule soll ab der 2. Schulstufe an mindestens 3 Nachmittagen in der Woche besucht werden, in der Vor- und der 1. Schulstufe einmal pro Woche (das ist an unserem gemeinsamen Projekttag).
Die Ferienzeiten entsprechen dem Ferienkalender für Tirol (https://www.schulferien.org/oesterreich/kalender/tirol/2019/). Eventuelle Fenstertage siehe "Aktuell".
Auch in diesem Jahr können wir in den Sommerferien eine Betreuung während der ersten und letzten beiden Ferienwochen anbieten.

Kosten

Grundsätzliches zur Finanzierung

  • Die KAI wird vom gemeinnützigen Verein BreKi-Brennpunkt Kinder getragen.
  • Da die finanzielle Gleichstellung der freien Schulen auf gesellschaftlicher/politischer Ebene (noch) nicht gewährleistet ist, ist der Erhalt und Betrieb der Schule fast zur Gänze aus Elternbeiträgen zu leisten.

Schulgebühren

  • Die KAI versteht sich als Ort des Miteinanders.
    Solidarität, Gerechtigkeit und Chancengleichheit sind wichtige Grundlagen für gesunde Entwicklungen.
     
  • Unser Bestreben ist, die KAI für Kinder aus allen Vermögensverhältnissen zugänglich zu machen. Die Höhe des jeweiligen Schulgeldes wird im persönlichen Gespräch geklärt.
    Min. Richtwert für die Ganztagsschule bis 17:00 und 4 Wochen Sommerferienbetreuung: € 400,00 12 mal pro Jahr
     
  • Beitrag für Mittagessen und Investitionen: € 100,00 12 mal pro Jahr
     
  • Projektbeitrag max. € 100,00 pro Semester
     
  • Für die Eltern entsteht keine Verpflichtung zur Mithilfe.
    Auf Wunsch der Eltern können, wenn es die Situation der Schule zulässt, Schulkosten im Sinne eines Ausgleichs auch erarbeitet werden. Der Kreativität und dem Einfallsreichtum in Bezug auf einen für die Schule sinnvollen Ausgleich sollen dabei  keine Grenzen gesetzt werden.
     
  • Bei Bedarf können folgende Geschwister-Rabatte vereinbart werden:
    ab dem 2. Kind entfällt der Essens- und Investitionsbeitrag für alle Geschwister und berechnet werden
    2x € 400,00 bzw 3x € 400,00 usw.
     
  • Eine einmalige Einschreibgebühr in der Höhe des jeweiligen monatlichen Familieneinkommens ist vorgesehen. Bei einem eventuellen Ausscheiden innerhalb des ersten Jahres wird die Einschreibgebühr anteilsmäßig rückerstattet.
     
  • Ein Zuschuss zu Nachmittagsbetreuung und Mittagstisch kann beim Land Tirol beantragt werden:
    https://www.tirol.gv.at/gesellschaft-soziales/familie/foerderungen/kinderbetreuungszuschuss/

     

Aufnahme

Prinzipiell nehmen wir Kinder in unsere Schule auf, von denen wir den Eindruck haben, dass wir ihren Entwicklungsbedürfnissen bestmöglich gerecht werden und deren Eltern unsere Arbeit und die Zusammenarbeit mit uns wünschen.

Interessens-Meldungen bitte schriftlich, am besten per e-mail mit dem Namen des Kindes im Betreff.
 

Schulorganisation

Verantwortungsstruktur

Eine Schule muss auch darin Vorbild sein, dass sie selbst mit dem gleichen Ernst lernt und an sich arbeitet, wie sie es den Kindern zu vermitteln beabsichtigt. Sie muss sich einerseits ständig selbst weiterentwickeln und sich andererseits dabei zugleich treu bleiben. Ihre Arbeit ist nie „fertig”, weil sie auf sich wandelnde Bedingungen und Anforderungen jeweils neu antworten muss.

Ihre Qualität zeigt sich daran, was sie tut, um solche Antworten zu finden. Dazu sind zwei Dinge wichtig: Der Freiraum, Neues ausprobieren zu können und die Verantwortung für das eigene Tun zu übernehmen. Hinzu kommen genaue Beobachtung, Reflexion, Kritikfähigkeit, Kommunikation und Umsetzung der erworbenen Erkenntnisse.

An der Kinderakademie soll Demokratie gelebt werden. Um einen lebendigen Prozess zu ermöglichen, ist eine Verantwortungsstruktur notwendig. Wichtig dabei ist, dass niemand in seiner Arbeit behindert wird, aber jede(r) Rechenschaft über ihr/sein Handeln ablegen muss:

  • Vereins-Vorstand
  • Schulleitung
  • LehrerIn
  • GastlehrerIn
  • Eltern
  • Kinder

Eltern

Sie haben keine direkte Entscheidungsgewalt innerhalb der Schule.

Sie haben das Recht, von den Lehrpersonen in Bezug auf jede mit der Schule verknüpfte Situation Aufklärung zu fordern. Wenn die Lehrpersonen dem nicht befriedigend nachkommen, haben die Eltern die Möglichkeit, Aufklärung von der Schulleitung zu fordern. Lehrpersonen wie Schulleitung dürfen diese Aufklärung nur verweigern, wenn dafür fundierte Gründe vorliegen.
In diesem Falle haben die Eltern die Möglichkeit, sich an den Vereinsvorstand zu wenden und überprüfen zu lassen, ob die Lehrperson und/oder die Schulleitung ausreichend aufklären bzw. nachvollziehbare Begründungen für das eigene Tun liefern können.

ElternvertreterInnen werden am ersten Elternabend jeden Schuljahres von den anwesenden Eltern gewählt. Im Falle einer Verhinderung kann man seine Stimme auch schriftlich einem anderen Elternteil übertragen.

Lehrpersonen und Betreuer

Innerhalb ihres Arbeitsbereiches sind Lehrpersonen und Betreuer für die Situation der Kinder verantwortlich.
Sie haben die Möglichkeit, die Situation der Kinder innerhalb der Zielsetzung der Schule zu gestalten.
Sie haben auch das Recht, Eltern um Aufklärung zu bitten.

Außer der Schulleitung ist es keiner der oben genannten Gruppen erlaubt, in den Verantwortungsbereich der LehrerInnen oder der BetreuerInnen einzugreifen. Im Falle eines Eingriffes hat die Lehrperson oder der/die BetreuerIn die Möglichkeit, sich an den Vorstand zu wenden, um überprüfen zu lassen ob der Eingriff berechtigt war. Die Entscheidung des Vorstandes ist bindend.

Gastlehrer

Sie unterstehen der verantwortlichen Lehrperson.

Schulleitung

Sie/Er hat die Möglichkeit, Aufklärung von den Lehrpersonen, Gastlehrern und Eltern zu fordern.
Gleichzeitig muss sie/er auch Rechenschaft ablegen, wenn diese von anderen gefordert wird.
Die Schulleitung hat auch die Möglichkeit, in jede Situation unmittelbar einzugreifen.
Entscheidungen der Schulleitung können nur vom Vereinsvorstand aufgehoben werden.

Der Vereinsvorstand

Zu seinen Aufgaben gehört die Festlegung der pädagogische Zielsetzung und die Finanzplanung des Projektes.

Der Vorstand wählt die Schulleitung und die unterrichtenden Lehrpersonen bzw. externen Experten, so wie der Vorstand wiederum von den Vereinsmitgliedern gewählt wird.

Der Vereinsvorstand kann von den anderen beteiligten Gruppen im Konfliktfall (mangelnde oder unzureichende Rechtfertigung durch andere Gruppe) angerufen werden und muss sich mit den vorgebrachten Situationen befassen. Die in der Folge gefällten Entscheidungen des Vorstandes sind für SchulleiterIn, LehrerInnen, BetreuerInnen und Eltern bindend.

Kinder

Sie sind die Zielgruppe, ihnen soll diese Verantwortungsstruktur dienen.

Sie haben das Recht, Aufklärung von LehrerInnen und BetreuerInnen zu verlangen – sollte diese nicht befriedigend ausfallen, haben sie die Möglichkeit, sich an den/die SchulleiterIn zu wenden.
Jährlich werden die/der SchülervertreterIn und die/der Stellvertreter in der Schülerversammlung gewählt, die jederzeit kontaktiert werden können, falls Kinder eventuelle Beschwerden nicht persönlich an die Lehrpersonen übermitteln wollen.
Ebenso werden jeweils 2 Eltern gewählt, die als zusätzliche Ansprechpersonen für die SchülerInnen fungieren.
In einem eigenen Briefkasten in der Schule können jederzeit anonyme Beschwerden, Anfragen etc. abgegeben werden.

Die Kinder haben auch das Recht, ein Gespräch zwischen den Eltern und ihnen im Beisein der Lehrerschaft oder Betreuung bzw. Gespräche zwischen allen beteiligten Gruppen zu veranlassen.

Ansonsten haben sie jederzeit die Möglichkeit, Veränderungen der Schulsituation vorzuschlagen, die nur begründet abgelehnt werden dürfen.

Der Schutz und die Sicherheit, die durch klare Grenzen und Regeln entstehen, sind sehr wichtig für eine entspannte Atmosphäre. Anfangs werden diese Regeln (z.B. Niemand darf verletzt werden, niemand darf bei der Arbeit gestört werden, Verwendetes Material ist nach Gebrauch wieder zu versorgen,...) von den LernbegleiterInnen vorgegeben.
Später stehen sie zur Diskussion und können von den Kindern (bzw. Erziehungsberechtigten nach stattgegebenem Antrag an den Vorstand) mit qualifizierter Mehrheit abgeändert werden.
Diese Möglichkeiten zum Aushandeln von Regeln und zur Diskussion um Gerechtigkeit und Fairness tragen dazu bei, den Kindern ein Verständnis für Demokratie, Verantwortung, Kommunikationskultur und Ethik zu vermitteln. Sich selbst mitgestaltend zu erleben, macht die eigene Wirksamkeit erlebbar und ist damit eine zutiefst demokratische Erfahrung.